- Kay Plat hat die Firma "greenhub" vor zwei Jahren mit einem Studienkollegen gegründet.
- Einige Pflanzen werden für ein besseres Wachstum begast.
Er hat gut Lachen: Kay baut sein Gemüse im Schrank an
Ein Schrank mit lila Licht und grünen Pflänzchen: Nein, hier wird kein Gras angebaut. In den Schränken wachsen Basilikum und Petersilie, Tomaten und Salat.
Start-Up mit dem Studienkollege
Im Leipziger Stadtteil Connewitz bauen Kay Plat und sein früherer Studienkollege von der Leipziger Uni, Alexander Jaworski, seit zwei Jahren Kräuter, Obst und Gemüse an. Sie verwenden dafür das sogenannte Hydroponik-Verfahren. Dabei stehen die Pflanzen im Wasser und ihnen werden Nährstoffe zugesetzt. Obwohl die meisten Grundnahrungsmittel weiter in Erde angebaut werden, sieht Kay Plat in dem Verfahren viele Vorteile: „Es ist ein Teil der Lösung, wie wir Ressourcen sparen können.“ Der Wasserverbrauch sinke so um 95 Prozent - und auch Dünger werde dabei gespart.
Optimale Bedingungen für die Pflanzen
In einem Raum werden Pflanzschränke geschweißt und verschraubt. In einem anderen blubbert es aus den Schränken und eine Mitarbeiterin sitzt gerade an ihrer Bachelor-Arbeit. Die zehnköpfige Firma testet immer wieder neue Pflanzen. „Wir haben sogar einen Versuch mit Wassermelonen gemacht“, so Plat. „Der schwerste wog am Ende drei Kilo.“ Geld verdiene seine Firma vor allem aber mit Erfahrungen, die sie an große „Indoor-Farmer“ weitergibt. Die auf die Pflanzen angepasste Optimierung der Software und Hardware sei für sie besonders interessant.
Zu Hause selbst probieren
Plat hat selbst vor Jahren zu Hause mit einer kleinen Maschine angefangen. Es ist also möglich das zu Hause selbst auszuprobieren. Plat: „Es ist aber etwas technischer als einen Topf zu haben.“ Für Hydroponik braucht man verschiedene Messinstrumente um den Ph-Wert oder den Nährstoffgehalt zu messen. Online gibt es dafür alle möglichen Anleitungen, um es selbst zu testen.

