Hitzige Debatten zum geplanten Moscheebau in Gohlis
Das Interesse am geplanten Moscheebau in Gohlis ist auch weiterhin groß. Etwa 550 Menschen kamen am Donnerstagabend zur Info-Veranstaltung in die Michaeliskirche. Stadtverwaltung und auch die Ahmadiyya-Gemeinde, die den Bau plant, wollten die Fragen der Bürger beantworten und mögliche Ängste nehmen. Die zweieinhalbstündige Diskussion verlief zum Teil sehr hitzig. Der Vorsitzende der Ahmadiyya-Gemeinde, Abdullah Uwe Wagishauser, glaubt aber, dass ein Dialog entstanden ist und wertete den Abend positiv. Nach Meinung der befragten Bürger bleiben die Fronten jedoch weiterhin verhärtet. Die Stadt will nun weitere Veranstaltungen dieser Art anbieten, um den Dialog zu befördern. Rein rechtlich haben die Bürger keine Handhabe, um den Moscheebau zu verhindern.Die Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde soll 2014 in der Georg-Schumann-Straße gebaut werden und für etwa 100 Gläubige Platz bieten. Anwohner befürchten jedoch, dass die Gemeinde missionarisch vorgeht und auch Schulkinder anspricht. Ihnen stehen zahlreiche Befürworter der Moschee gegenüber.