HIV-Kranker wegen schwerem sexuellen Missbrauch verurteilt
Wegen schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes ist ein HIV-kranker Mann vom Chemnitzer Landgericht zu 2 Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Der 33-Jährige gestand, dass er sich im November letzten Jahres in einer Schwimmhalle in Annaberg-Buchholz an einem Jungen vergangen hat. Er hatte den Achtjährigen an der Rutsche kennengelernt und später in einer Toilette missbraucht. Unter Tränen entschuldigte sich der Mann bei seinem Opfer. Glücklicherweise wurde der Junge von dem Täter nicht angesteckt.Gleich zu Prozessauftakt legte der Mann ein vollumfängliches Geständnis ab. Dafür hatte ihm der Richter zvor mildernde Umstände in Aussicht gestellt. In seiner Erklärung sprach der Angeklagte, der wegen Betrugs, Hehlerei und Diebstahl mehfach vorbestraft ist, von einer „Spontantat“. Er könne es sich nicht erklären - und es tue ihm unendlich leid. Er habe den Jungen auf der Rutsche kennengelernt, als er das Schwimmbad in Annaberg besuchte. Sozuagen spielerisch erschlich er sich das Vertrauen des Achtjährigen - und missbrauchte ihn anschließend. Zugute hielt das Gericht dem Angeklagten sein Geständnis. Damit habe er dem Kind eine Aussage vor Gericht erspart. Hinzu kommt, daß bei dem Mann glücklicherweise nur eine geringe Viruslast nachgewiesen worden, sie liegt laut Gutachen unterhalb der Nachweisgrenze. Auch das berücksichtigten die Richter bei ihrer Urteilsfindung. Ebenso, daß der Mann trotz eines langen Vorstrafenregisters bisher keine ähnlichen Delikte begangen hat. Trotzdem, so die Richter, sei hier auf schwerste Weise ein Kind mißbraucht worden - deshalb sei eine Strafe von knapp drei Jahren angemessen. Ohne Geständnis wäre es deutlich mehr geworden.