Hunderte protestieren gegen Poggenburg-Kundgebung in Leipzig
Mehrere hundert Menschen haben in Leipzig lautstark gegen eine Kundgebung des Chefs der Partei „Aufbruch Deutscher Patrioten“, André Poggenburg, protestiert. Die Versammlung war am Mittwoch kurzfristig in die Leipziger Innenstadt verlegt worden. Der Ex-AfDler hatte sie ursprünglich im links geprägten Stadtteil Connewitz geplant. Etwa 40 Sympathisanten kamen am Abend zu dem Platz vor dem Bundesverwaltungsgericht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vertreten.
Die Stadt hatte die Versammlung zunächst in Connewitz zugelassen. Die Polizei hatte sich mit einem Großaufgebot auf die Veranstaltung vorbereitet. Am Mittwochnachmittag jedoch verlegte die Stadt die Kundgebung in Hinblick auf die „aktuelle Gefahrenprognose“. Damit ist Poggenburg zum vierten Male mit dem Versuch gescheitert, eine Demonstration in Connewitz abzuhalten.
Der Bescheid sei geändert und eine neue Verfügung erlassen worden, weil Aufrufen auf der - unter anderem von Linksautonomen genutzten - Internetplattform Indymedia bereits Folge geleistet worden sei, so die Stadt. Sperrmüll sei auf den Straßen angehäuft worden. Außerdem seien Depots von Pflastersteinen angelegt worden, die als Wurfgeschosse gegen friedliche Demonstranten und Polizisten gedacht waren. (dpa)