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IHK sieht Wirtschafts­standort in Gefahr

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Angesichts weiter sinkender Inves­ti­tionen der Unter­nehmen sehen die sächsi­schen Indus­trie- und Handels­kam­mern (IHK) den Wirtschafts­standort Sachsen in Gefahr. Trotz gefüllter Auftrags­bü­cher und günstigen Euro-Wechsel­kurses sowie histo­risch niedriger Öl- und Kredit­kosten planen laut einer aktuellen Umfrage der IHKs derzeit nur 22 Prozent der 542 befragten Betriebe stärkere Inves­ti­tionen. 43 Prozent gehen von gleich­blei­benden, 35 Prozent von einer gerin­geren bezie­hungs­weise gar keiner Inves­ti­ti­ons­tä­tig­keit aus.  „Es wird in Sachsen nicht mehr so viel inves­tiert, wie mittel- und langfristig zur Zukunfts­si­che­rung des Wirtschafts­stand­orts erfor­der­lich wäre“, warnte der Dresdner IHK-Präsi­dent Günter Bruntsch am Montag. Die größten Inves­ti­ti­ons­hemm­nisse seien hohe Steuern und Abgaben sowie Arbeits­kosten. Am häuftigsten werde als Grund für Inves­ti­tionen die Ersatz­be­schaf­fung genannt - also etwa der Austausch von Maschinen oder Anlagen -, gefolgt von Ratio­na­li­sie­rungs­maß­nahmen.