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Immer mehr Wald im Freistaat

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Sachsen baut seine Wälder um und sieht die Erfolge nach der Bundes­wal­din­ventur nun schwarz auf weiß. „Der Waldan­teil an der Landes­fläche wächst stetig, die Holzvor­räte in Sachsens Wäldern haben mit über 156 Millionen Kubik­me­tern eine nie dagewe­sene Größen­ord­nung erreicht. Auch beim Umbau von Monokul­turen zu stabilen Misch­wäl­dern kommen wir voran“, erklärte Forst­mi­nister Frank Kupfer (CDU) am Donnerstag in Graupa zur Vorstel­lung der Ergeb­nisse. Für die Inventur wurden über einen Zeitraum von 20 Monaten umfang­reiche Daten an rund 2700 festen Punkten gesam­melt. „Sachsens Wald ist auf einem guten Weg“, lautete das Fazit von Minister Kupfer. Auch wenn der Wald im Freistaat noch zu zwei Dritteln aus Fichten und Kiefern besteht, weist die Inventur einen Zuwachs bei Laubbaum­arten wie Buche und Eiche aus. „Zudem ist für Nachwuchs gesorgt: Landes­weit hat sich die mit jungen Bäumen bis vier Meter Höhe bewach­sene Fläche unter dem Schirm älterer Waldbe­stände um mehr als 40 000 Hektar erhöht“, hieß es. So sei die mit jungen Rotbu­chen bewach­sene Fläche um mehr als 12 000 Hektar gewachsen. „Diese an künftige Klima­ver­hält­nisse gut angepassten Baumarten werden zuneh­mend die ehemals reinen Fichten- und Kiefern­be­stände durch­mi­schen oder sie auf entspre­chenden Stand­orten ganz ablösen“, sagte Kupfer. Flächen­mäßig hat der Wald im Freistaat trotz Braun­koh­le­ta­gebau und Versie­ge­lung leicht zugelegt. Seine Fläche beträgt nun rund 533 000 Hektar, was einem Waldan­teil von 28,9 Prozent entspricht.  Perspek­ti­visch soll er auf 30 Prozent klettern. Kupfer stellte klar, dass man den Waldumbau nicht dem natür­li­chen Lauf der Dinge überlassen könne. Nur in Einzel­fällen sei Nichtstun das Mittel der Wahl - beispiels­weise in den großen Schutz­ge­bieten oder in Biotopen. „Der Waldumbau ist somit nach über 20 Jahren keines­falls zu Ende. Er muss weiter inten­si­viert und über Jahrzehnte fortge­führt werden“, beschrieb der Minister die Anfor­de­rung.