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In der DDR verschwunden: Halbnackte Musen sollen wieder an die MuKo

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Die Figuren an der Musikalischen Komödie (MuKo) Leipzig sollen an ihren Ursprungsort zurückkehren. Die acht halbnackten Musen zierten von 1912 bis 1952 die Fassade des historischen Gebäudes. 1952 wurden sie abgebaut, weil sie nicht dem Zeitgeist der DDR entsprachen. Das zumindest vermutet Jens Geßner vom Förderverein der MuKo. Seitdem sind die riesigen Figuren verschollen. Geßner bedauert, dass die Suche nach ihnen in den vergangenen Jahren nicht von Erfolg gekrönt war. Deshalb sollen sie ab 2025 anhand alter Fotos und Postkarten nachgebildet werden. 

Dabei werde es auch darauf ankommen, die Symbolik der Figuren zu entschlüsseln. Denn es seien bisher keine Unterlagen zum ursprünglichen Künstler gefunden worden. Zur Zeit der Erbauung des Gebäudes 1912 war es normal, dass „Figuren aus Stein an der Fassade darauf hindeuteten, was der innere Zweck des Gebäudes ist“, erklärte Geßner. 

Mit einer Spendenaktion wollen die Leipziger Oper und der Förderverein nun Schwung in die Rekonstruktion bringen. Auf jeden gespendeten Euro legt die Sparkasse Leipzig noch zwei Euro drauf. Dabei können auch Prämien wie ein Wohnzimmerkonzert oder ein Dirigier-Workshop abgeräumt werden. Als Hauptpreis präsentierte Geßner das aktuelle, überlebensgroße Modell ihrer „MuKo-Musen“. Oper-Intendant Tobias Wolff ist begeistert vom Einsatz des Freundeskreises: „Fantastisch, wie sie sich engagieren.“

Die acht Statuen werden voraussichtlich rund 360.000 Euro kosten. Kommt genug Geld zusammen, könnte der Nachbau nächstes Jahr beginnen und bis 2026 oder 2027 zusammen mit den anderen Arbeiten an der Fassade abgeschlossen sein.

Alle Infos dazu finden Sie hier. Und den Link zur Spendenkampagne hier.

 

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