In Leipzig werden immer weniger Kinder geboren
Der Negativ-Trend setzt sich fort: In der Messestadt sind letztes Jahr nur etwa 4900 Babys geboren worden, wie das Amt für Statistik und Wahlen am Donnerstag mitteilte.
Erstmals seit 2007 ist die Zahl der Geburten damit unter 5000 gesunken. Trotzdem stieg die Einwohnerzahl parallel dazu um rund 4000 auf etwa 629.000 Menschen - vor allem wegen des anhaltenden Flüchtlingsstroms aus der Ukraine, heißt es. Damit sei die Bevölkerungszahl seit 2013 in nur zehn Jahren um rund 90.000 Einwohner gestiegen. 2023 zogen insgesamt rund 43.000 Menschen in die Stadt, der zweithöchste Zuwachs nach 2022.
„Knapp 127.000 Einwohner weisen einen Migrationshintergrund auf“, teilt das Amt mit. Das sei ungefähr ein Fünftel von Leipzigs Bevölkerung. Die meisten Ausländer kämen aus Syrien (12.589) der Ukraine (11.171) und Rumänien (5.273). Von den gut 360.000 Leipziger Haushalten seien rund 57 Prozent Singlehaushalte.