Innenminister Ulbig weist Vorwürfe vom Leipziger OBM Jung zurück
„Leipzig fühlt sich von Dresden allein gelassen“ – mit dieser Aussage hat Oberbürgermeister Burkhard Jung am Dienstag scharfe Kritik an der sächsischen Regierung geübt. Jung gab ihr die Schuld daran, dass es kaum noch Polizei in Leipzig gibt – jetzt schießt das Innenministerium zurück. „Nicht nur haltlos, sondern ungeheuerlich“ – mit diesen Worten reagierte Innenminister Markus Ulbig auf die Vorwürfe. Immerhin habe man in Leipzig in zwei Jahren 145 Beamte eingestellt und es werde noch mehr Personal geben. Auch in Technik und Ausbildung werde investiert, sagte Ulbig, deshalb bedürfe es keines medienwirksam inszenierten Hilferufs eines Oberbürgermeisters. Den Bedarf für ganz Sachsen habe man lange erkannt. Auch den Vorwurf, dass das Polizeigesetz dem Ordnungsamt zu wenig Befugnisse einräume, watschte Ulbig ab: die Befugnisse gebe es schon, man müsse sie nur anwenden, mit Personal ausstatten und umsetzen. In Dresden und Chemnitz werde das schon vorbildlich getan.