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Integrati­ons­be­auftragte tagen in Dresden

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Die Integra­ti­ons­be­auf­tragten von Bund, Ländern und Kommunen verlangen Nachbes­se­rungen am geplanten Integra­ti­ons­ge­setz. Es gebe Fragen, die mit dem vorge­legten Papier noch nicht beant­wortet seien, sagte Sachsens Integra­ti­ons­mi­nis­terin Petra Köppig (SPD) am Montag vor Beginn einer zweitä­gigen Bundes­kon­fe­renz der Beauf­tragten in Dresden. Dazu wurden rund 250 Gäste erwartet.  Als Beispiel für Defizite nannte Köpping die Integra­ti­ons­kurse. Sie seien bisher auf Flücht­linge aus Syrien, dem Irak, Iran und Eritrea begrenzt, müssten aber für alle Neuan­kömm­linge mit Bleibe­per­spek­tive gelten. Konkret nannte sie Migranten aus Afgha­nistan und Libyen. Zudem dürfe die Wohnsitz­auf­lage für Betrof­fene nicht dazu dienen, dass sie eine Arbeits­auf­nahme andern­orts erschwere.  Bundes­rats- und Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich (CDU) warnte bei der Eröff­nung der Konfe­renz vor Versäum­nissen bei der Integra­tion. „Eine Bildung von Paral­lel­ge­sell­schaften und Ghettos gilt es unter allen Umständen zu vermeiden“, sagte der sächsi­sche Regie­rungs­chef. Arbeit, Bildung und Sprache seien die entschei­denden Punkte für eine funktio­nie­rende Integra­tion.