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International School in Leipzig beurlaubt männliche Kindergarten-Mitarbeiter

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Beim Kindergarten der International School in Leipzig werden sich vorerst auch weiterhin nur Frauen um die rund 230 Kinder kümmern. Wie die internationale Schule nun bestätigt hat, hat die Schulleitung wegen "eines möglichen Vorfalls" Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Rein vorsorglich wurden alle männlichen Mitarbeiter seit Montag vorübergehend beurlaubt. Um die Kinder und die Kollegen zu schützen, werden vorerst keine weiteren Informationen veröffentlicht.  Die Leipziger Polizei hat auch auf mehrfache Nachfrage keine Angaben zur eingegangenen Anzeige gemacht. Wie ein Sprecher uns sagte, wolle man aus Opferschutzgründen den Straftatverdacht nicht nennen. Zudem stünden die Ermittlungen ganz am Anfang. Die vollständige Mitteilung der Leipziger International School: Am 29. Januar wurde die Schule über einen möglichen Sachverhalt informiert, der nun Gegenstand von Ermittlungen ist. Die Schule informierte Behörden, Eltern, Mitarbeiter sowie den Vorstand der Schule. Zu Details kann zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft erteilt werden, da es sich um ein laufendes Ermittlungsverfahren handelt. Die Zusammenarbeit mit Polizei und Staatsanwaltschaft ist sehr eng und vertrauensvoll, die Behörden bekommen von uns jede mögliche Unterstützung.

Thomas Pessara, kaufmännischer Leiter der Schule, erläutert: „Wir sind davon überzeugt, dass die Behörden ebenso gewissenhaft wie agil und einfühlsam agieren mit dem Ziel, die Dinge zu klären. Schon von daher war deren sofortige Einbeziehung richtig und notwendig.“

Verschiedene Maßnahmen zum zusätzlichen Schutz der Kinder wurden sowohl sofort als auch im Verlauf der Woche ergriffen. Diese schnellen Entscheidungen verfolgen das Ziel, alles zu unternehmen, um schon vorsorglich jede auch nur denkbare Gefährdung der Kinder auszuschließen. Sämtliche männlichen Mitarbeiter des Kindergartens wurden rein vorsorglich, vorübergehend und auch zu deren Schutz freigestellt.

„Der Schutz unserer Kinder und unserer Kollegen hat oberste Priorität. Deshalb bitte ich um Verständnis, dass wir weitere Informationen derzeit nicht veröffentlichen, und bitte vor allem darum, die Privatsphäre von Kindern, Eltern und Mitarbeitern zu respektieren“, so Pessara.

Die Schule steht in engem Kontakt mit den Elternvertretern. Die Betreuung der Kinder im Kindergarten durch pädagogisches Personal ist sichergestellt.