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IS-Verdächtiger löst Terror-Alarm in Chemnitz aus

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Die Bundes­an­walt­schaft hat nach dem Anti-Terror-Einsatz in Chemnitz Entwar­nung gegeben. Es habe keine akute Gefähr­dung bestanden, sagte eine Sprecherin. Spezi­al­kräfte von Polizei und Landes­kri­mi­nalamt hatten am Montag­abend die Wohnung eines Mannes auf der Augus­tus­burger Straße durch­sucht. Der Beschul­digte steht im Verdacht, Mitglied der Terror­or­ga­ni­sa­tion „Islami­scher Staat“ zu sein. Er soll Gelder an den IS übermit­telt haben und an Schleu­sungen betei­ligt gewesen sein. Auch Spreng­stoff wurde bei dem Mann vermutet - dieser Verdacht habe sich aber nicht bestä­tigt. Laut Bundes­an­walt­schaft hat es keine Festnahmen gegeben. Eine zweite Durch­su­chung gab es am Montag auf der Paul-Bertz-Straße, auch hier gaben die Ermittler Entwar­nung, äußerten sich aber nicht zu Details. Die Infor­ma­ti­ons­po­litik der Bundes­an­walt­schaft in dem Fall hat erheb­liche Kritik hervor­ge­rufen. Die Polizei durfte keine Auskunft geben, auch das sächsi­sche Innen­mi­nis­te­rium hielt sich zurück. Die Bundes­an­walt­schaft infor­mierte die Medien nur sehr spärlich und teilweise nur auf Nachfrage. Zum Verdacht der Geldüber­wei­sung und der IS-Mitglied­schaft des Beschul­digten machte die Behörde unter­schied­liche Angaben, aus denen nicht genau hervor­geht, ob der Mann ein Gefährder ist oder nicht. Das gibt Raum für jede Menge Speku­la­tionen und Gerüchte, auch in den Medien. Die Bundes­an­walt­schaft wies die Vorwürfe zurück. Man wolle "Aufge­regt­heit" vermeiden, sagte eine Sprecherin.