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Jahnallee wird vierspurig

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Die innere Jahnallee in Leipzig soll insbesondere für Radfahrer sicherer gemacht werden. Nun ist offenbar die Entscheidung gefallen, wie der Verkehr neu geregelt wird. Demnach sollen die Kurzzeitparkplätze in die Seitenstraßen der Jahnallee verlagert werden. Dadurch wird die Jahnallee faktisch vierspurig. Zudem soll die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h reduziert werden. Die Ampelschaltung soll dann auch entsprechend angepasst werden. Für die Gewerbetreibenden werden drei Bereiche ausgewiesen, in denen sie anliefern können. Das geht aus einer Nachricht des Verkehrs- und Tiefbauamtes an den Bürgerverein Waldstraßenviertel hervor. Die Maßnahmen sollen bis zum 8. März umgesetzt werden.

Kritik von Händlern und Bürgerverein

Dass die Kurzzeitparkplätze in der inneren Jahnallee verschwinden sollen, stößt auf Kritik bei Händlern und dem Bürgerverein Waldstraßenviertel. Der Vorsitzende des Bürgervereins Waldstraßenviertel Jörg Wildermuth befürchtet, dass es dann auf der vierspurigen Straße zu Wettrennen und Überholmanövern zwischen Autos und Straßenbahnen kommen wird; dass also statt mehr Sicherheit genau das Gegenteil bewirkt wird. Robert Maihöfner vertritt 60 Gewerbetreibende. Er hat Sorge, dass diese Entscheidung die Existenzgrundlage der Händler bedroht. Man sei auf Kunden angewiesen, die die Kurzzeitparkplätze nutzen.

Radfahrstreifen zunächst kein Thema

Ein geschützter Radfahrstreifen ist in dem ersten Maßnahmen-Paket der Stadt nicht vorgesehen. Wie es in der Nachricht des Verkehrs- und Tiefbauamtes heißt, wolle man zunächst schauen, wie gut die geplanten Maßnahmen wirken. Erst in einem zweiten Schritt gehe es letztendlich darum, welche und ob es bauliche Veränderungen in der Straße gibt.