Jüdische Gemeinde übergibt Stadtarchiv historische Unterlagen
Die israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig hat am Freitag wichtige Unterlagen ihrer Geschichte an das Stadtarchiv übergeben.
Bei diesem sogenannten Depositum bleiben die Dokumente Eigentum der Gemeinde, werden von nun an aber sicher im Stadtarchiv verwahrt.
Laut Oberbürgermeister Burkhard Jung ist die Stadt dafür sehr dankbar, da dies ein deutliches Bekenntnis der engen Verbundenheit zwischen jüdischer Gemeinde und der Stadt sei.
Der übergebende Bestand umfasst Unterlagen aus den Jahren 1830 bis 1990, darunter auch Deportationslisten und die Reste einer „Gestapo-Kartei“.
Foto: Unterzeichnung des Übergabevertrages im Stadtarchiv. V.l.n.r: Küf Kaufmann (Vorsitzender der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig), Oberbürgermeister Burkhard Jung, Dr. Michael Ruprecht (Direktor Stadtarchiv)