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Jugendherbergen beenden Unterbringung von Flüchtlingen

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Dresden (dpa/sn) - Angesichts der wieder anlau­fenden Saison beenden die sächsi­schen Jugend­her­bergen die tempo­räre Unter­brin­gung von Flücht­lingen. Bis Ende des Monats würden die letzten Flücht­lings­fa­mi­lien und unbeglei­teten Jugend­li­chen die Herbergen verlassen, sagte der Vorstands­vor­sit­zende des sächsi­schen Jugend­her­bergs­ver­bandes, Thomas Müller, der Deutschen Presse-Agentur. „Das war von Anfang an so geplant. Wir müssen ja unseren satzungs­be­dingten Aufgaben gerecht werden“, betonte er.  Seit November vergan­genen Jahres seien etwa 220 Flücht­linge in Jugend­her­bergen unter­ge­kommen. „Es waren ausschlie­ß­lich Familien und sogenannte Umas“, sagte Müller. Uma steht für unbeglei­tete minder­jäh­rige Asylsu­chende. Sie seien in den Jugend­her­bergen in Pirna, Dahlen, Bad Lausick und Taltitz unter­ge­kommen. Probleme habe es nicht gegeben.  Vor dem Hinter­grund des drama­tisch anschwel­lenden Flücht­lings­zu­zugs hatte die sächsi­sche Staats­re­gie­rung im Spätsommer vergan­genen Jahres bei den Jugend­her­bergen angefragt, ob es Kapazi­täten für eine befris­tete Notun­ter­brin­gung gebe. Dem war der Landes­ver­band nachge­kommen und hatte Herbergs­plätze für bis zu 300 Menschen angeboten.  Die insge­samt 34 Jugend­her­bergen im Freistaat verfügen über 4.100 Schlaf­plätze. Müller rechnet in diesem Jahr mit einer guten Saison. „Die Vorbu­chungen sind sehr gut“, sagte er.