Staatsschutz ermittelt nach Ausschreitungen in Lindenthal
Nach den Krawallen in Lindenthal in Leipzig rund um ein Heimatfest ermittelt der Staatsschutz. Wie ein Sprecher sagte, werden zwei 19-Jährige verdächtigt, „Heil Hitler“ gerufen zu haben. Gegen einen 18-Jährigen werde wegen Körperverletzung ermittelt. Ein 25-Jähriger wurde leicht verletzt. Außerdem sollen zwei weitere 18-Jährige die Schranke der Freiwilligen Feuerwehr Lindenthal beschädigt haben. Etwa 70 alkoholisierte Jugendliche waren mehrere Stunden lärmend durch die Straßen gezogen und zerstörten Haltestellen und Bauschilder.
Die Polizei prüft auch Vorwürfe der Freiwilligen Feuerwehr Lindenthal, deren Einsatzkräfte nach eigenen Angaben bei den Ausschreitungen behindert und beleidigt worden waren. Es gebe schlicht keinen Grund dafür, Menschen zu beleidigen, die ihre Freizeit opferten und ihre Gesundheit riskierten, um anderen zu helfen, schrieb die Feuerwehr am Montag auf Facebook.
Am Mittwoch verurteilte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung das Verhalten der Gruppe gegenüber der Feuerwehr: „Hier gibt es nichts zu relativieren, für solches Verhalten kann es keinerlei Toleranz geben“, zitierte ihn die Stadt auf Facebook.