Justizminister Gemkow am Amtsgericht Leipzig im Zeugenstand
Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow hat am Montagmorgen vor dem Amtsgericht geschildert, wie er den Buttersäure-Anschlag auf seine Wohnung erlebte. Dieser Moment, als wir unser Kinder schlafend in die Nachbarwohnung brachten, war der Abschied von unserem bisherigen Zuhause, sagte Gemkow. Er hatte am Morgen des 24. November 2015 ein lautes Scheppern gehört, so Gemkow. Er sei aufgestanden, um in der Wohnung nach dem Rechten zu schauen und habe bemerkt, dass in der Wohnküche die Fensterscheibe kaputt sei und es stark nach Buttersäure roch. Daraufhin habe er sich um seine Familie gekümmert. Angeklagt sind zwei Männer wegen des Versuchs der gefährlichen Körperverletzung. Die beiden Angeklagten folgten heute mit keinerlei Regung der Verhandlung.Angeklagt sind zwei Männer. Sie sollen im November 2015 nachts zunächst Granitsteine und dann Buttersäure durch ein Fenster von Gemkows Wohnung geworfen haben. Gemkow und seine Familie waren zum Zeitpunkt in der Wohnung, verletzt wurde aber niemand.Eigentlich sollte der Justizminister schon Mitte August aussagen, doch der Termin wurde verschoben, weil ein Angeklagter erkrankt war.