Kein Ende bei Rockerprozess in Sicht
Der Rockerprozess am Landgericht Leipzig ist schon jetzt einer der längsten Mordprozesse seit langem. Und es ist immer noch kein Ende in Sicht. Wie eine Gerichtssprecherin sagte, seien bereits für das komplette nächste Jahr zwei Termine pro Woche angesetzt. Ein Urteil fällt also vielleicht erst 2020. Der Mordprozess zieht sich unter anderem deshalb so in die Länge, weil sehr viele Zeugen geladen sind. Und die werden teilweise sehr detailliert befragt. Bei einem Zeugen habe sich die Befragung zum Beispiel über sechs Verhandlungstage gezogen. Der Prozess war im Juli 2017 gestartet, zwei Monate später wurde er nochmal neu aufgerollt. Angeklagt sind vier Mitglieder der Hells Angels. Der Hauptbeschuldigte soll im Juni 2016 in der Eisenbahnstraße auf Mitglieder der rivalisierenden Rockergruppe United Tribuns geschossen und dabei einen 27-Jährigen getötet haben.