Keine aktuellen Corona-Fälle in Sachsen

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In Sachsen sind aktuell 7 Menschen wegen des Verdachts auf das Corona-Virus in häuslicher Quarantäne. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping heute in Dresden sagte, handelt es sich bei dem letzten aktuellen Fall um eine Chemnitzerin, die in Italien war. Auch sie darf ihr Zuhause erst einmal nicht verlassen. Sie wurde negativ getestet! Aktuell gibt es in Sachsen aber keine Corona-Fälle, so die Ministerin. Behörden und Krankenhäuser seien gut vorbereitet. Bei den bisher getroffenen Maßnahmen handelt es sich um reine Vorsorge.

Pressemitteilung:

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Keine aktuellen Corona-Fälle in Sachsen

Gesundheitsministerin Petra Köpping: »Behörden, Krankenhäuser und Ärzte sind sehr gut vorbereitet und wissen, was zu tun ist«

In Sachsen gibt es nach wie vor keine laborbestätigten Infektionsfälle mit dem neuartigen Corona-Virus. Darüber informierte heute Gesundheitsministerin Petra Köpping die Staatsregierung auf der Kabinettssitzung. Es gab in Sachsen bisher insgesamt sechs Verdachtsfälle. Alle diese Personen wurden negativ auf das Corona-Virus getestet und trotzdem als Vorsichtsmaßnahme häuslich isoliert. Es handelt sich um eine Person aus dem Erzgebirgskreis, die in der Firma Webasto in Bayern direkten Kontakt zu einer infizierten Person hatte. Und es handelt sich zudem um fünf Rückkehrer des Kreuzfahrtschiffes MS Westerdam. Auch diese wurden negativ getestet, zeigen keine Krankheitssymptome und haben sich trotzdem als Vorsichtsmaßnahme häuslich isoliert. Diese Isolation dauert noch bis Ende dieser Woche. Dann sind für alle Rückkehrer die 14 Tage häusliche Isolation beendet und damit auch die maximale Inkubationszeit vorüber. Mit einem Auftreten einer COVID-19-Erkrankung ist dann nicht mehr zu rechnen.

Gesundheitsministerin Petra Köpping erklärt: »Auch wenn das Corona-Virus durch die Erkrankungen in Italien näher an Sachsen heranrückt, bitte ich darum, die Ruhe zu bewahren. Die Gesundheitsämter, Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte sind sehr gut vorbereitet und wissen was zu tun ist. Alle Krankenhäuser Sachsens sind in der Lage, Infektionspatienten gut und sicher zu behandeln und auch zu isolieren.« Die Ministerin ergänzt: »Ich verweise in dem Zusammenhang auf die aktuelle Grippewelle. Sie beschäftigt die Ärzte in Sachsen mit inzwischen über zehntausend Influenza-Fällen viel mehr. Aber auch da zeigt sich, dass Gesundheitsbehörden und Mediziner gut gewappnet sind und die Situation professionell meistern.«

Die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus ist in Sachsen weiterhin gering, kann aber auch nicht ausgeschlossen werden. Als Corona-Verdachtsfall gelten die Personen, die über Symptome von Atemwegserkrankungen verfügen und direkt aus einer Corona-Krisenregion kommen oder direkten Kontakt zu Personen aus einer Krisenregion hatten. Die Ministerin erklärt: »Für diese Personen gilt, sich telefonisch direkt in einem Krankenhaus anzumelden und sich dann unverzüglich dorthin zu begeben. Dort werden alle weiteren Tests eingeleitet.« Neben dem Klinikum St. Georg in Leipzig gibt es auch im Klinikum Dresden und Chemnitz spezielle Stationen für Infektionskrankheiten. Auch die Universitätsklinika in Dresden und Leipzig sind für solche Erkrankungen ausgestattet. Darüber ist jedes Krankenhaus in der Lage, Patienten mit Infektionskrankheiten für einen gewissen Zeitraum zu isolieren. Da beim Corona-Virus keine strikte Isolierung wie etwa bei Ebola notwendig ist, sollte dies problemlos möglich sein.

Alle Gesundheitsministerien der Länder stehen in täglichem Kontakt mit dem für Infektionskrankheiten zuständigen Robert-Koch-Institut in Berlin und bewerten täglich die aktuelle Lage. Der Freistaat Sachsen ist mit den Möglichkeiten der Landesuntersuchungsanstalt selbst in der Lage, die entsprechende Labordiagnostik von Speichelproben durchzuführen.