Keine betriebsbedingten Kündigungen bei städtischen Unternehmen bis 2018
Aufatmen bei den Angestellten von städtischen Unternehmen: nach einem Beschluss im Stadtrat können sie bis 2018 nicht betriebsbedingt gekündigt werden. Der Entscheidung vorausgegangen war eine Petition mit rund 1.000 Unterschriften, die grundsätzlich Entlassungen verhindern sollte. Auf Anregung von Oberbürgermeister Jung wurde die zeitliche Begrenzung eingefügt. Er befürchtet andernfalls millionenschwere Folgen für die Stadt. Ende 2017 soll dann erneut geprüft werden, ob dieses Verfahren weitergeführt wird. Zuschüsse für Beschäftigungsprojekte von freien Trägern erhöhtFreie Träger können künftig mehr Geld bei der Beschäftigung für Langzeitarbeitslose beantragen. Insgesamt stellt die Stadt weitere 300.000 Euro zur Verfügung. Dem hat die Ratsversammlung jetzt zugestimmt. Auch beschlossen: Die Mensa am Engelsdorfer Gymnasium bekommt 25.000 Euro, um die Essensversorgung der Schüler zu verbessern. Zudem hat sich der Stadtrat gegen die Notwendigkeit eines Dialogforums in Schleußig ausgesprochen. Das Baudezernat prüft derzeit die Einbahnstraßenregelung und die Parksituation. Die Bürger können sich dann im Herbst wieder in die Diskussion einbringen.Verkauf von Wassergut Canitz abgewendetDas Wassergut Canitz bleibt in kommunaler Hand. Das hat der Stadtrat in seiner letzten Sitzung vor der Kommunalwahl beschlossen. Eine Prüfung hatte ergeben, dass sich der Verkauf nicht lohnen würde. Die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft muss ab 2015 jedes Jahr 10 Millionen Euro einsparen. Deshalb ist der Verkauf des Wassergutes geprüft worden. Das war eine von der Landesdirektion erteilte Auflage zur Entschuldung. Der Stadtkonzern LVV will nun vor allem über Synergieeffekte bei den Beteiligungsunternehmen Wasserwerke, Stadtwerke und Verkehrsbetriebe Kosten reduzieren.