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Koalition in Sachsen will ruhig weiterarbeiten

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Die schwarz-rote Koali­tion in Sachsen will sich nicht von den Turbu­lenzen auf bundes­po­li­ti­schem Parkett beindru­cken lassen und ruhig weiter­ar­beiten. Man sei in Regie­rungs­ver­ant­wor­tung gewählt und habe sich bis 2019 einen Koali­ti­ons­ver­trag gegeben, sagte Chris­tian Piwarz, Parla­men­ta­ri­scher Geschäfts­führer der CDU-Fraktion im Landtag, am Dienstag in Dresden: „Dieser Koali­ti­ons­ver­trag gilt.“ Man könne sich nicht aus der Verant­wor­tung stehlen. „Ich sehe die Koali­tion als sehr stabil an.“ Der Wähler werde es nicht goutieren, wenn man sich jetzt wahltak­tisch verhalte und einen subtilen Wahlkampf führe.Ähnlich äußerte sich SPD-Frakti­ons­chef Dirk Panter. Es werde natür­lich bei dem einen oder anderen Thema Ausein­an­der­set­zungen geben, so wie es das auch in der Vergan­gen­heit gab, sagte er. Man wolle die Zusam­men­ar­beit aber „im Sinne der Sachsen“ so weiter­führen, wie es in den vergan­genen drei Jahren schon war.Nach den Worten von Regie­rungs­spre­cher Ralph Schreiber hat sich auch das sächsi­sche Kabinett am Dienstag mit dem Wahler­gebnis befasst. Es gehe aber jetzt nicht darum, in Aktio­nismus zu verfallen, sondern zunächst um eine tiefgrün­dige Analyse. Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich (CDU) habe schon zuvor klar gestellt, dass es ein „Weiter bis bisher!“ nicht geben werden. „Das Ergebnis hat alle gleich schockiert“, sagte Schreiber. Die AfD hatte die Bundes­tags­wahl in Sachsen mit knappem Vorsprung vor der CDU gewonnen. (DPA)