Noch 18 Personen in Quarantäne

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Im Studentenwohnheim an der Hildebrandstraße befinden sich nur noch 18 Personen in Quarantäne. Das teilte die Stadt mit. Sieben von ihnen waren positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Bei drei Studenten besteht der Verdacht auf die sogenannte Delta-Variante aus Indien.   Ende der Woche sollen dann die Auswertungen der Sequenzierungen vorliegen. Bei den übrigen 11 Personen in Quarantäne handelt es sich um Kontaktpersonen.

Update 06. Juni 20:00 Uhr: Quarantäne teilweise aufgehoben

Die für ein Hochhaus in Strehlen angeordnete Quarantäne nach dem Tod eines an Covid-19 erkrankten jungen Indien-Rückkehrers ist teilweise aufgehoben. Demnach endete die Quarantäne für alle Bewohnerinnen und Bewohner mit negativem Testergebnis und ohne engen Kontakt zu einer positiv getesteten Person am Sonntag um 18.00 Uhr, wie die Stadt Dresden mitteilte.

Hingegen müssten alle positiv Getesteten oder jene, die als enge Kontaktpersonen gelten, die Quarantäne fortsetzen. «Diese Bewohnerinnen und Bewohner wurden vom Gesundheitsamt individuell kontaktiert, aufgeklärt bzw. belehrt und es wurde die Quarantänezeit bestimmt», hieß es in der Mitteilung.

Zuvor waren sieben Bewohner des unter Quarantäne stehenden Hochhauses in Dresden positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hätten die analysierten Proben von den 170 Bewohnern ergeben, teilte die Stadt am späten Samstagabend mit. Bei drei positiv Getesteten besteht zudem der Verdacht auf eine Infektion mit der sogenannten Delta-Variante, die zuerst in Indien festgestellt wurde. Die Ergebnisse müssen noch durch eine sogenannte Sequenzierung bestätigt werden.

Update 06. Juni 07:00 Uhr: Sieben Corona-Fälle im Quarantäne-Wohnheim

Im Studenten-Wohnheim auf der Hildebrandstraße hat es sieben positive Corona-Fälle gegeben. Bei drei Personen besteht der Verdacht auf die indische Virusvariante.  Das gab die Stadt bekannt.  

Insgesamt wurden 170 Personen getestet. Zudem wurden und werden Testungen von Personen vorgenommen, die sich aufgrund eines Kontaktes zum Objekt gemeldet haben. Es gab insgesamt sieben positive Testergebnisse. Da ein spezielles PCR-Verfahren angewendet wurde, besteht nach ersten Erkenntnissen bei drei positiv getesteten Personen der Verdacht einer Infektion mit der sogenannten Delta-Variante. Diese Ergebnisse müssen jetzt noch durch die Sequenzierung der Proben bestätigt werden, auch um zu erkennen, welcher konkrete Virenstamm vorliegt.

Die Beschäftigten des Gesundheitsamtes ermitteln nun akribisch, ob Personen, die negativ getestet wurden, auch gesichert keinen Kontakt zu positiv Getesteten haben oder hatten und somit nicht als Kontaktperson gelten. Das Wohnheim steht damit weiter unter Quarantäne. Die Bewohner – größtenteils Studentinnen und Studenten – werden mit mehrsprachigen E-Mails informiert.

Der Studierendenrat der TU Dresden hat auch mehrsprachige Homepage eingerichtet.

Update 05. Juni 17:30 Uhr: Balkonkonzert für Bewohner

Die Band Banda Comunale hat am Samstagnachmittag vor einem Dresdner Studentenwohnheim gespielt, dessen Bewohner nach einem Corona-Todesfall unter Quarantäne stehen. «Es ist natürlich ein trauriger Anlass», sagte Michal Tomaszewski, der die Brass-Band mitgegründet hat. Die Musik solle den Bewohnern helfen, Sorgen für einen Moment zu vergessen. «Den Leuten fehlt ein bisschen Aufmunterung». Der Leiter des Gesundheitsamtes hatte die Band am Freitagabend angerufen und gebeten, für die Bewohner zu spielen. Die Band sei überrascht, aber sogleich bereit gewesen, so Tomaszewski.

Das Konzert am Samstagnachmittag verfolgten mehrere Bewohner vom Balkon oder vom geöffneten Fenster aus. «Uns gefällt es», sagte ein junger Mann auf Englisch, nach jedem Stück gab es Applaus. Die Band Banda Comunale wechselte auch den Standort und spielte einige Stücke hinter dem Hochhaus, damit auch dort die Bewohner des 15-Geschossers die Musik hören konnten.

Update 04. Juni 18:10 Uhr: Testungen abgeschlossen

Wie die Stadt am späten Freitagnachmittag mitteilte, sind die Testungen seit 17 Uhr abgeschlossen. Insgesamt wurden Tests von 170 Personen an drei parallel arbeitenden Teststationen abgenommen. Nun soll untersucht werden, ob es sich um eine Virusvariante handelt und wenn ja, um welche. In Abhängigkeit von den Testergebnissen muss dann ggf. die Quarantäne für einzelne Bewohnerinnen und Bewohner verlängert werden, um eine Weiterverbreitung des Virus einzudämmen.

Update 04. Juni 15:45 Uhr: Hintergründe zur Quarantäne

Wie das Dresdner Gesundheitsamt erklärte, ist der verstorbene junge Mann am 09. Mai aus Indien zurückgekehrt. Vor seiner Einreise soll er ein Corona-Test gemacht haben, der negativ ausgefallen ist. Nach Ankunft in Deutschland hatte sich der Mann in Quarantäne begeben.

Am 25. Mai wurde der Mann dann mit Symptomen ins Krankenhaus eingeliefert, wo er am 1. Juni auch verstarb.

Seit Donnerstag befindet sich das Hochhaus, in dem der Mann wohnte, in Quarantäne. Laut dem Gesundheitsamt sind es zwischen 150 bis 200 Personen. Seit dem Morgen wurden mehr als 100 Bewohner getestet. Am späten Nachmittag sollen die Testungen abgeschlossen sein, die Ergebnisse erwartet das Gesundheitsamt am das Wochenende.

Frank Bauer, Leiter des Amtes für Gesundheit und Prävention über die Versorgung der Hausbewohner:

Die Kosten der Versorung übernimmt die Stadt.

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Was bisher bekannt ist:

In Strehlen ist ein komplettes Wohnhaus unter Quarantäne gestellt worden. Das gab die Stadt am Abend bekannt. Hintergrund ist der Tod eines Mannes, der nach seiner Rückkehr aus Indien an COVID-19 erkrankt war. Er ist ohne erkennbare Vorerkrankungen nach deutlicher Zustandsverschlechterung verstorben. Das Gesundheitsamt will jetzt prüfen ob die Infektion auf die indische Virusvariante zurückzuführen ist.

Gegen 9:30 Uhr am Freitag haben deshalb die verpflichtenden PCR-Testungen aller Bewohner des Wohnheims auf der Hildebrandstraße begonnen. Dadurch sollen etwaige Infektionsketten aufgedeckt und weiter nachverfolgt werden. Unterstützung erhält das Dresdner Gesundheitsamt vom DKMS. Auch die Polizei ist vor Ort und sichert die Ein- und Ausgänge des Wohnheims. Bisher gebe es auch keine Probleme, dass sich Bewohner des Studentenwohnheims nicht an die Quarantäne halten würden, erklärte uns die Polizei.

Stadtsprecher Kai Schulz sagte uns zu den Testungen:

Das Brand- und Katastrophenschutzamt organisiert derzeit die Versorgung der Studenten. Aufgrund der Quarantäne für das gesamte Objekt dürfen anderweitige Helfer das Gebäude nicht betreten. Wie uns Kai  Schulz mitteilte, fragt das Gesundheitsamt dafür auch den Bedarf an Lebensmitteln und Medikamenten ab.

Kai Schulz über die Versorgung

Das Wohnhaus ist bis einschließlich Dienstag unter Quarantäne gestellt. Am Dienstag sollen dann die Testergebnisse vorliegen. In Abhängigkeit von den Ergebnissen sind unter Umständen weitere Maßnahmen erforderlich, so die Stadt. Eine weitere Testreihe soll Anfang kommender Woche ebenfalls durchgeführt werden, so Schulz weiter.

Kai Schulz über weitere Testungen

Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden über Aushänge im Objekt, über die Ermittlerinnen und Ermittler des Gesundheitsamtes bzw. per E-Mail auf Deutsch und Englisch über die nötige Quarantäne informiert. Am Freitag waren auch Dolmetscher vor Ort, die sowohl in indisch, englisch als auch arabisch Fragen beantworten konnten.