Konsum Leipzig steigert Umsatz trotz Pandemie

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Die Einzelhandelskette Konsum Leipzig hat nach dem Rekord-Jahr 2020 auch im zweiten Corona-Jahr den Umsatz gesteigert. Der Erlös stieg 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent auf rund 170,5 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Jahresüberschuss sank nach Rückvergütung der Genossenschaftsmitglieder auf 622 000 Euro (Vorjahr: 966 000 Euro),

"Im Grunde hat sich das Jahresergebnis nicht geändert - mit dem einen Punkt, dass wir 300 000 Euro mehr Prämie gezahlt haben", sagte der Vorstandssprecher Dirk Thärichen. Wegen der besonderen Leistungen in der Pandemie habe sich das Unternehmen entschieden, den Beschäftigten Corona-Prämien auszuzahlen.

Mit Sorge blickt das Unternehmen auf die aktuellen Preissteigerungen auch im Lebensmittelhandel. "Wir haben aktuell eine sehr hohe Inflationsrate, die liegt bei Lebensmitteln bei acht bis zehn Prozent", sagte Vorstand Michael Faupel. Die Menschen sparten zuerst bei Lebensmitteln, griffen zu günstigeren Produkten oder gingen zu Discountern. Konsum achtet laut eigenen Angaben bei den günstigsten Produkten darauf, mit den Preisen anderer Ketten mithalten zu können.

Die 138 Jahre alte Genossenschaft mit rund 1000 Beschäftigte betrieb 2021 nach eigenen Angaben 59 Konsum-Filialen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Neben dem Handel mit Lebensmitteln will sich Konsum Leipzig mit der Entwicklung und Umsetzung eigener Immobilienprojekte ein weiteres Standbein aufbauen. So sollen auf neugebauten Filialen auch vermietbare Räumen entstehen. (dpa)