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Kontroll-Panne am Flughafen Leipzig

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Am Flughafen Leipzig hat es eine große Panne gegeben. 28 Passagiere eines Flugs aus Varna in Bulgarien wurden am Dienstag nicht kontrolliert. Das hat uns Bundespolizeisprecherin Yvonne Manger bestätigt. Sie konnten durch eine Tür, die sich fälschlicherweise geöffnet hatte, den Flughafen ohne Kontrolle verlassen.

Passagierdaten nicht hinterlegt

Da es sich um einen Schengen-Flug handelt, waren zudem bei der Bundespolizei keine Passagierdaten hinterlegt. So war zunächst nicht klar, ob auch Nicht-EU-Bürger an Bord waren. Die Bundespolizei leitete sofort Fahndungsmaßnahmen, die aber ohne Erfolg blieben. Der Flughafen hatte allerdings über den Reisveranstalter die Möglichkeit herauszufinden, wer im Flieger war. Demnach handele es sich bei dem Charter-Flug ausschließlich um heimkehrende Urlauber, sagte uns Flughafen-Sprecher Uwe Schuhart.

Einzelfall und keine Lappalie

Dass durch eine Türfehlschaltung die Kontrolle ausbleibt, sei ein großer Einzelfall und sofort nach Bekanntwerden mit dem Flughafen kritisch nachbereitet worden, so Manger. Der Airport ist grundsätzlich für die Verkehrsführung der Passagiere zuständig.

 

Zum Hintergrund: Bei Schengen-Flügen wird nicht kontrolliert. Bulgarien ist hier aber eine Ausnahme. Es gibt eine Grenzkontrolle von Drittausländern. D.h. in diesem Fall von Menschen, die nicht bulgarische oder deutsche Staatsbürger sind. Bulgarien ist kein „Schengen-Vollanwender“.Die Kontrolle, die Bulgarien durchführt, genügt nicht vollends den Schengen-Standards.