Kosten für Zwei-Länder-Gefängnis günstiger als geplant
Das geplante gemeinsame Gefängnis von Sachsen und Thüringen wird in Zwickau-Pöhlau auf dem Gelände des ehemaligen Plattenwerkes gebaut. Der Zuschlag ist nun auch offiziell erteilt. Nach den am Dienstagmittag in Dresden und Erfurt vorgestellten Plänen wird die Justizvollzugsanstalt kleiner und billiger als ursprünglich geplant. Die Baukosten sollen zunächst bei 112 Millionen Euro liegen, die Zahl der Haftplätze bei 740. In einer zweiten Ausbaustufe können noch weitere 100 Plätze dazukommen. Oberbürgermeisterin Pia Findeiß freut sich über die Entscheidung. "Das ist ein guter Tag für Zwickau! Durch die Entscheidung von Sachsen und Thüringen wird ein Altstandort entwickelt und die Stadt Zwickau als Behördenzentrum und damit als Oberzentrum gestärkt." Von Bau und Betreibung der JVA würden regionale Firmen und Dienstleister profitieren – und damit auch die Stadt, sagte Findeiß unserem Sender. Die Angst der Gefängnisgegner vor Ausbrechern oder einem Imageverlust für die Stadt könne sie nicht nachvollziehen. Dem Zuschlag für Zwickau war eine jahrelange Abwägung vorausgegangen. Zuletzt waren noch vier Standorte im Rennen - neben dem Zwickauer Stadtteil Marienthal auch Korbußen/Großenstein und Gera-Aga in Thüringen.