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Kriminelle planen Millionen-Raub im Dresdner Zwinger

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Sechs Jahre nach dem spektakulären Remmo-Coup im Grünen Gewölbe gerät Dresden wieder ins Visier von Kriminellen. Wie die BILD erfuhr, haben es Verbrecher auf die wertvolle Porzellansammlung von August dem Starken im Zwinger abgesehen. 

Hinweise ausländischer Behörden lassen demnach vermuten, dass ein Diebstahl der chinesischen Drachenvase und der Ru-Schale geplant ist. Die Sicherheitsbehörden sind alarmiert. Die Polizei hat umfangreiche Schutzmaßnahmen ergriffen. 

Die Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen, hält sich aber bedeckt. Ein Sprecher bestätigte den Fall, nannte aber keine Einzelheiten. 

Zusammenhang mit Cyberangriff im Januar

Nach Informationen der Generalstaatsanwaltschaft besteht ein Zusammenhang mit dem Cyberangriff auf die Staatlichen Kunstsammlungen am 21. Januar. Die gezielte Attacke hatte das Museumsnetzwerk lahmgelegt. Das Sicherheitssystem war nach Angaben der SKD aber nicht betroffen. „Es ist uneingeschränkt funktionsfähig“ hieß es damals von den Kunstsammlungen. Die baulich-technische Sicherheit sei ebenfalls lückenlos gegeben gewesen.

Am Donnerstagnachmittag veröffentlichten LKA und Generalstaatsanwaltschaft eine gemeinsame Mitteilung. Dort heißt es lediglich:

„Im Zusammenhang mit einem Cyberangriff auf die IT-Infrastruktur der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden am 21. Januar 2026 hat das Landeskriminalamt Sachsen eine Sonderkommission gegründet und führt die Ermittlungen unter Sachleitung der Generalstaatsanwaltschaft Dresden. Die Ermittlungen dauern an. Im Hinblick darauf kann keine weitergehende Auskunft erteilt werden.“

SOKO und Krisenstab  

Die Auftraggeber für den Diebstahl sollen Medienberichten aus Asien stammen. Nach Informationen der BILD wurde bei den Staatlichen Kunstsammlungen ein Krisenstab eingerichtet. Dem Bericht zufolge wurden die ins Visier geratenen Schmuckstücke aus der Sammlung entfernt und in Sicherheit gebracht.