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Kudla bedauert Skandal-Tweet

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Die Leipziger CDU-Bundes­tags­ab­ge­ord­nete Bettina Kudla bedauert ihren Skandal-Tweet. Das sagte sie zumin­dest im Gespräch Frakti­ons­ge­schäfts­führer Michael Grosse-Brömer. Kudla hatte den Nazi-Propa­gan­d­a­be­griff „Umvol­kung“ in einem Tweet verwendet. Das Löschen solle „entschul­di­gende Wirkung“ haben.Kudla hatte auf Twitter geschrieben: "BK #Merkel streitet es ab, #Tauber träumt. Die #Umvol­kung #Deutsch­lands hat längst begonnen. Handlungs­be­darf besteht!" Im Natio­nal­so­zia­lismus war mit "Umvol­kung" die so genannte Germa­ni­sie­rung deutsch­freund­li­cher Bevöl­ke­rungs­gruppen in eroberten Gebieten Osteu­ropas gemeint. Den Begriff benutzen heute Rechts­ex­tre­misten, um die Migra­ti­ons­po­litik zu kriti­sieren. Grosse-Brömer nannte in dem Gespräch mit Kudla Inhalt und Sprache des Tweets "völlig inakzep­tabel". Frakti­ons­chef Volker Kauder hat aller­dings klar gemacht, dass Kudla nicht mit Konse­quenzen rechnen muss. "Momentan gibt es keinen Grund, Frau Kudla aus der Fraktion auszu­schließen", sagte er bereits am Dienstag Spiegel Online.