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Kultusmi­nisterin Kurth mit sofortiger Wirkung zurückgetreten

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Die sächsi­sche Kultus­mi­nis­terin Brunhild Kurth ist mit sofor­tiger Wirkung zurück­ge­treten. Das bestä­tigte ihr Sprecher. Sie hat am Morgen aus "privaten Gründen" ihren Rücktritt bei Minis­ter­prä­si­dent Tillich einge­reicht, berichtete zuerst die SZ. Ihr Sprecher bestätigte den Rücktritt. Demnach will die 63-Jährige ihre Amtszeit nicht mehr bis zum Ablauf dieser Legislatur im Herbst 2019 ausüben, sondern verlässt sofort das Ministerium. Kurth war seit März 2012 Kultusministerin in Sachsen. Noch am Vormittag hat sich Kurth unter Tränen von ihrem Mitarbeitern im Kultusministerium verabschiedet.Im Blog des Kultusministeriums erläuterte Kurth ihren Rücktritt zu einem Zeitpunkt, an dem die Schulen im Freistaat beispielsweise großen Personalmangel haben: "Ich werfe nicht hin und gehe auch nicht im Groll. Ich stelle mich meinen Aufgaben und wenn die Zeiten schwierig sind, dann stürze ich mich umso mehr in meine Arbeit. Aber jetzt ist es für mich Zeit zu gehen. Es sind allein persönliche Gründe, die mich zu diesem Schritt bewegen."Und weiter erläu­terte Kurth im Blog: "Als mich Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich im November 2014 fragte, ob ich auch dem neuen Kabinett als Kultus­mi­nis­terin zur Verfü­gung stehen würde, sagte ich ihm gern zu. Aller­dings erklärte ich ihm schon damals, dass ich nicht vorhätte, bis zum Ende d"er Legis­la­tur­pe­riode zu bleiben. Nach der Hälfte müsse für mich Schluss sein.Minis­ter­prä­si­dent Tillich will nach Herbst­fe­rien Nachfolger vorstellenMinis­ter­prä­si­dent Tillich erklärte am Vormittag: "Ich respek­tiere und bedauere zugleich die Entschei­dung der Minis­terin, aus sehr persön­li­chen Gründen heute von ihrem Amt zurück­zu­treten. Wir haben dazu vertrau­ens­voll gespro­chen. Sie hatte mich frühzeitig darüber infor­miert, dass sie aus persön­li­chen Gründen nicht die gesamte Legis­la­tur­pe­riode zur Verfü­gung stehen wird. Daher kommt der Schritt für mich grund­sätz­lich nicht überra­schend. "Und weiter heißt es aus der Staats­kanzlei: "Ich werde nach den Herbst­fe­rien den neuen Kultus­mi­nister vorstellen und berufen. In der Zwischen­zeit wird Herr Staats­se­kretär Dr. Pfeil die Geschäfte des Ressorts führen. Ich danke sehr herzlich Brunhild Kurth für Ihre Arbeit. Sie hat mit größter Energie und Leiden­schaft sich für die sächsi­schen Schulen und die Bildung im Land stark gemacht."Zuletzt teilte Tillich mit: "Ich hätte sehr gern mit Frau Kurth weiter an den notwen­digen Maßnahmen für ein erfolg­rei­ches Bildungs­land gearbeitet. Sie hat 2012 Verant­wor­tung übernommen und ist von der Verwal­tung in die Politik gewech­selt: Zu keiner leichten Aufgabe, in schwie­rigen Zeiten. Davor habe ich hohen Respekt und zolle ihr dafür meine größte Anerken­nung."Inter­views wolle Kurth aktuell nicht geben, teilte eine Sprecherin des Kultus­mi­nis­te­riums mit.