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Lachse kehren vorzeitig nach Sachsen zurück

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Die Elbe-Lachse haben es 2017 beson­ders eilig. So früh wie noch nie kehren sie in ihre sächsi­schen Geburts­ge­wässer zurück, wie das Landesamt für Umwelt, Landwirt­schaft und Geologie am Freitag bekanntgab. Bereits Ende August sei in der Elbe in Bad Schandau ein 7,7 Kilogramm schwerer Rogner (Weibchen) von 95 Zenti­meter Länge gefangen worden. Die Fische­rei­be­hörde habe daraufhin ihren automa­ti­schen Fisch­zähler im Lachs­bach aufge­baut. Am 26. September sei dann die erste Passage eines Milch­ners (Männchen) erfasst worden.„Ein derartig früher Beginn des Laich­auf­stiegs im Lachs­bach ist seit dem Beginn der Wieder­an­sied­lung und den ersten Rückkeh­rern im Jahr 1998 noch nie beobachtet worden“, teilte das Landesamt mit. Der Fisch sei kein Einzel­fall geblieben. Das Laichen selbst habe aber noch nicht begonnen. Dazu müssen die Wasser­tem­pe­ra­turen auf etwa sieben Grad Celsius fallen, hieß es. In Abhän­gig­keit von der Witte­rung kann das Ablai­chen von Mitte Oktober bis Mitte Dezember dauern.Das Landesamt erwartet in diesem Herbst nicht nur im Lachs­bach und anderen Flüssen der Oberen Elbe Rückkehrer. Denn erstmals seit mehr als 100 Jahren ist durch die Schaf­fung von Fischauf­stiegen in Sachsen-Anhalt auch wieder der Zug in der Mulde bis nach Sachsen möglich. Gleiches gilt für die Pulsnitz in Königs­brück. Mit dem Bau einer Fisch­treppe am Wehr Kroppen (Branden­burg) können die Lachse nun strom­auf­wärts bis zu ihren alten Laich­plätzen in Sachsen schwimmen. (DPA)