Landgericht Leipzig: Angeklagter bestreitet tödliche Schläge gegen demenzkranken Vater
Seit Ende September steht ein 39-Jähriger vor dem Landgericht. Der Vorwurf: er soll seinen demenzkranken Vater mit einem Kantholz erschlagen haben.
Am Mittwoch wies der Angeklagte die Vorwürfe zurück. Er habe seinem Vater nie auf den Kopf geschlagen, sagte seine Verteidigerin in seinem Namen. Seine Kopfverletzungen habe sich der Vater bei Stürzen zugezogen. Frühere Aussagen, in denen er die Vorwürfe teils eingeräumt hatte, stimmten nicht. Nur an einem Tag habe er ihm aus Wut mehrfach mit dem Kantholz gegen den Oberkörper gestoßen.
Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft war der Sohn mit der Pflege seines Vaters überfordert. Sie geht davon aus, dass der Mann seinen Vater zwar nicht töten wollte, seinen Tod aber zumindest billigend in Kauf genommen hat.