Landräte kritisieren Trassenführung für Fernbahnstrecke Leipzig-Chemnitz
Die Bahnstrecke Leipzig-Chemnitz soll ausgebaut werden. Das Bundesverkehrsministerium hat das Bahnprojekt im Bundesverkehrswegeplan in den "vordringlichen Bedarf" hochgestuft. Damit könnte Chemnitz auch wieder an das Fernbahn-Netz angeschlossen werden. Nun gibt es aber Kritik aus dem Landkreisen Nordsachsen und Leipzig.Da zunächst nur die Teilstrecke von Chemnitz bis Geithain ausgebaut werden soll, sei die Hochstufung des Bahnprojekts eine "Mogelpackung", sagte Landrat Kai Emanuel. Kritisiert wird zudem die Trassenführung. Geplant ist die Strecke ab Geithain weiter über Frohburg und Borna. Dieser Abschnitt ist zwar bereits elektrifiziert, teilweise aber nur einspurig ausgebaut, es gebe viele Tempolimits - die Folge: deutliche verlängerte Fahrtzeiten. Außerdem würden die IC und ICE-Züge dann im bereits stark frequentierten City-Tunnel in Leipzig dafür sorgen, dass weniger S-Bahnen unterwegs sind. Die Landräte sind deshalb dafür, dass die Trasse über Geithain und Bad Lausick bis Borsdorf geführt wird.