Landtagsfraktionen fordern Lehren aus Fall „Al-Bakr“
Nach der zunächst missglückten Festnahme und dem Suizid des Syrers Dschaber al-Bakr haben die Landtagsfraktionen Konsequenzen für den künftigen Umgang mit Terrorverdächtigen in Sachsen gefordert. Bei der gemeinsamen Sondersitzung von Innen- und Rechtsausschuss sei deutlich geworden, dass es „bei weitem“ noch nicht „die Formate“ gebe, um den Anforderungen gerecht zu werden, sagte der Vorsitzende des Rechtsausschusses, Klaus Bartl (Linke), am Mittwoch in Dresden.Sein Innen-Kollege Mario Pecher (SPD) machte fehlende „Schnell-Läufer“ bei der Polizei für die missglückte Festnahme in Chemnitz verantwortlich. Ansonsten sei den Beamten im Polizeibereich kein Vorwurf zu machen. Deutliche Kritik äußerten Linke und Grüne.Die Abgeordneten beider Ausschüsse hatten am Dienstag in einer sechsstündigen Sitzung unter anderem Innenminister Markus Ulbig und Justizminister Sebastian Gemkow (beide CDU) zum Fall „Al-Bakr“ befragt. (DPA)