Lange Wartezeiten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
In Sachsen müssen Patienten immer länger auf einen Termin bei Kinder- und Jugendpsychiatern warten. Es gibt einfach zu wenige Ärzte in diesem Bereich. Besonders problematisch ist die Situation im Chemnitzer Raum und in der Oberlausitz. Auch an den Kliniken herrsche Ärztemangel. Dadurch könnten Kinder und Jugendliche, denen es besonders schlecht geht, nicht mehr gut versorgt werden, sagte der Dresdner Klinikchef Veit Roessner. Sachsens Gesundheitsministerium bezeichnet die Lage als "insgesamt angespannt". Es gebe Probleme, offene Stellen mit Fachärzten zu besetzen. Die Kliniken sehen aber auch die Politik in der Pflicht. Man müsse zusätzliche Stellen in den wenigen Kliniken schaffen, damit sich mehr Ärzte für eine Ausbildung in dem Fach entschieden. 2015 wurden allein im stationären Bereich bei 55 302 Patienten in Sachsen psychische Auffälligkeiten und Verhaltensstörungen erfasst. 316 davon waren jünger als fünf Jahre. In der Altersgruppe zwischen fünf und 20 Jahren lag die Zahl bei 6649.