• Tino Chrupalla (r) freut sich über seine Wahl beim Parteitag der AfD neben Alexander Gauland (2.v.r.). Foto: Julian Stratenschulte/dpa

    Tino Chrupalla (r) freut sich über seine Wahl beim Parteitag der AfD neben Alexander Gauland (2.v.r.). Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Lausitzer Tino Chrupalla wird Gauland-Nachfolger

Zuletzt aktualisiert:
Autor: dpa

Die AfD hat den  Lausitzer  Bundestagsabgeordnete zum zweiten Parteivorsitzenden neben Jörg Meuthen gewählt. Der 44-Jährige Malermeister aus Gablenz bei Weißwasser tritt die Nachfolge von Alexander Gauland an, der sich aus dem Parteivorstand zurückgezogen und Chrupalla als Kandidaten vorgeschlagen hatte.

Chrupalla erhielt auf dem Bundesparteitag in Braunschweig am Samstag in einer Stichwahl 54,51 Prozent der Stimmen. Sein Fraktionskollege Gottfried Curio unterlag mit 41,23 Prozent. Die niedersächsische Landesvorsitzende Dana Guth war im ersten Wahlgang ausgeschieden.

Chrupalla sagte in seiner Bewerbungsrede: «Die bürgerliche Mitte erreichen wir mit Vernunft. Nur mit überzeugenden Inhalten werden wir neue Wählerschichten erschließen. Mit drastischer Sprache bewirkt man häufig das Gegenteil – besonders bei den Frauen.» Curio sagte, Deutschland solle sein «Geld nicht ausgeben für illegale Migration, sondern für Familienförderung».

Nach der Wahl der Vorsitzenden bewarb sich Alice Weidel, die zusammen mit Gauland an der Spitze der Bundestagsfraktion steht, um den Posten als Parteivize. Sie trat ohne Gegenkandidaten an.