Legida-Anhänger wegen Überfall auf Connewitz angeklagt
Mehr als acht Jahre nach einem Überfall auf Leipzig-Connewitz steht heute wieder einer der Randalierer vor Gericht: Der 39-jährige Kersten H. soll 2016 dabei gewesen sein, als Anhänger einer Demo zum ersten Jahrestag von Legida zahlreiche Geschäfte und Fahrzeuge in dem Stadtteil beschädigten. Die Anklage lautet auf Landfriedensbruch, es ist ein Berufungsprozess. H. war vor zwei Jahren zu einem Jahr und drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das neue Urteil soll voraussichtlich am Freitag fallen.
Am 11. Januar waren etwa 250 bis 300 Neonazis, Hooligans und Kampfsportler beim sogenannten „Sturm auf Connewitz“ randalierend durch das als linken Stadtteil bekannte Connewitz gezogen. Sie hatten Steine geworfen und Pyrotechnik gezündet, dazu mehrere Passanten bedroht und verletzt. Die Schäden summierten sich vor allem in der Wolfgang-Heinze-Straße letztlich auf geschätzt über 110.000 Euro.