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Leipzig bereitet Unterstützung für ukrainische Geflüchtete vor

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Die Stadt Leipzig bereitet breite Unterstützung für aus der Ukraine Geflüchtete und vor Ort Betroffene vor. Für Hilfstransporte könne nun die Verbindung zur polnischen Partnerstadt Krakau genutzt werden, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Von dort aus könnten Lieferungen nicht nur in Richtung ukrainische Grenze, sondern derzeit auch noch nach Lwiw (Lemberg) transportiert werden.

Unter anderem die Uniklinik, die Helios-Kliniken und das Diakonissenkrankenhaus hätten sich dazu bereit erklärt, Verbandsmaterial, Medikamente und medizinisches Gerät wie Operationsbestecke zur Verfügung zu stellen. Einen möglichen zentralen Sammelpunkt für Sachspenden hat die Stadt laut Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning bereits im Blick.

Für Donnerstagabend war zudem ein Koordinierungstreffen mit zahlreichen Engagierten aus der Zivilgesellschaft geplant. Zu deren Unterstützung plane die Stadt, ein Budget im höheren einstelligen Millionenbereich bereitzustellen. Erste Vorbereitungen laufen laut Hörning bereits. Trotzdem brauche man noch grünes Licht vom Stadtrat.

Die Leipziger Gruppe als Tochterunternehmen der Stadt stellt ab sofort die eigene Crowdfunding-Plattform bereit, um Spenden für Hilfsprojekte für die Ukraine einzusammeln. „Wir werden darüber hinaus 100.000 Euro für Sachspenden zur Verfügung stellen“, kündigte Geschäftsführer Karsten Rogall an.

Außerdem befindet sich die Stadt den Angaben nach derzeit zur möglichen Unterbringung von Geflüchteten in Gesprächen mit der städtischen Wohnungsgesellschaft LWB. „Wir können nicht abschätzen, wie viele Menschen zu uns kommen werden, aber wir bereiten uns auf einen großen Zustrom vor“, sagte Hörning. „Wir gehen aber auch davon aus, dass viele Menschen Kontakte in Leipzig oder anderen Städten haben, sodass sie ein Umfeld vorfinden, dass sie auffängt“, ergänzte Stadtsprecher Hasberg. (dpa)