Leipzig gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus
Zum 76. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz wurde am Mittwoch auch in Leipzig den Opfern des Nationalsozialismus gedacht. In Vertretung von Oberbürgermeister Burkhard Jung hat Sozialbürgermeister Thomas Fabian an der Gedenkstätte in Abtnaundorf Kränze niedergelegt. Zusammen mit dem Vorsitzenden der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig, Küf Kaufmann, hielt er zudem eine Schweigeminute.
Auch am Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma am Schwanenteich und an der Gedenktafel für die ermordeten Stadtverordneten in der Oberen Wandelhalle des Neuen Rathauses wurden Blumen niedergelegt.
Am Standort der Gedenkstätte in Abtnaundorf stand zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs eine Baracke des ehemaligen Außenkommandos des KZ Buchenwald. Am 18. April 1945 wurde sie von Gestapo, SS und Volkssturm in Brand geschossen. 80 der 300 dort eingeschlossenen Häftlingen kamen dabei um oder starben später an ihren schweren Verletzungen. An die Tat erinnern seit 1958 ein steinerner Obelisk und seit 2018 eine Installation des Leipziger Künstlers Harald Alff.