Leipzig hat die Sperrstunde abgeschafft
In Leipzig kann nun durchgefeiert werden, ohne dass es eine Zwangspause gibt. Der Stadtrat hat die Sperrstunde abgeschafft. Vor dem Rathaus wurde die Entscheidung gefeiert. Hunderte Menschen hatten sich bei einer Musikdemo versammelt, die Bässe waren noch bis in den Ratssaal zu hören. Mit großer Mehrheit fiel dann am Abend die Entscheidung, die sogenannten "Putzstunde" zwischen 5 und 6 Uhr zu kippen. Der Vorschlag der SPD-Fraktion zusätzlich zu prüfen, ob man einen Nachtbürgermeister einführt, der zwischen Clubgängern und Anwohnern vermitteln soll, wurde allerdings abgelehnt. Stadtrat gibt grünes Licht für Bewohner-Parken im Waldstraßenviertel Lange wurde an dem Konzept gefeilt, nun ist die Bewohner-Parkzone verabschiedet worden. Damit sollen "Fremdparker" ferngehalten werden. Gerade bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen und Konzerten ist die Parkplatznot groß. Mit einem kostenpflichtigen Parken im östlichen Waldstraßenviertel, das unter der Woche auf zwei Stunden begrenzt ist, sollen Pendler oder auch Konzertgänger ferngehalten werden. Im westlichen Waldstraßenviertel dürfen in den Abend- und Nachtstunden nur noch Anwohner parken. Wenn alles klappt, gilt die Regelung ab Herbst 2019. Zudem wird es bei Veranstaltungen mit mehr als 20.000 Besuchern eine Bewohnerschutzzone geben - sie funktioniert wie der Sperrkreis, der seit einiger Zeit schon angewendet wird. Völkerschlachtpanorama nicht vor 2024 Der Stadtrat hält für die dauerhafte Ausstellung des Völkerschlachtpanoramas von Yadegar Asisi an dem Standort bei der Alten Messe fest. Nun soll nach Investoren gesucht werden. Geplant ist eine 30 Meter hohe Rotunde beim sogenannten Stadtbalkon in der Straße des 18. Oktober. Allerdings kann erst ab 2024 gebaut werden. Die benachbarte Messebrücke wird ersetzt, die Arbeiten dauern bis 2024. Ein Betrieb der geplanten Ausstellung sei in dieser Zeit nicht möglich, so die Stadt. Leipzig setzt sich für Fledermaus-Schutz ein Vielerorts verlieren Fledermäuse durch die Bebauung von Grundstücken ihren Lebensraum. Auch in Leipzig. Die Stadt will nun mehr für den Schutz von Fledermäusen machen. Im Einzelfall sollen geeignete Standorte zur Errichtung von Fledermaustürmen als Ersatzquartiere geprüft werden. Die Fledermaustürme werden derzeit von der TU Braunschweig entwickelt. Allerdings sei es laut Stadt besser, schon vorhandene Quartiere z.B. in Höhlen, Stollen oder Bunkern zu erhalten oder aufzuwerten. Denn die Umsiedlung von Fledermäusen dauere normalerweise mehrere Jahre.