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Leipzig könnte Sperrstunde aufheben

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Die Stadräte kommen in Leipzig am Mittwochnachmittag zu ihrer Februarsitzung zusammen. Dabei könnte die gesetzlich vorgeschriebene Sperrstunde außer Kraft gesetzt werden.

Da schaut nicht nur die Leipziger Clubszene gespannt auf das Ergebnis. Auch für den Freistaat könnte die Aufhebung Signalwirkung haben.

Die hitzige Debatte über Sinn und Unsinn der Sperrstunde zwischen 5 und 6 Uhr war bereits im Frühsommer entbrannt, nachdem offenbar Anwohner sich über den Lärm bei dem Elektro-Club "Institut für Zukunft" beschwert hatten.

Grüne, SPD und Linke wollen mit einem Antrag die gesetzlich vorgeschriebene Sperrstunde abschaffen. Und die Stadt kann tatsächlich laut Gesetz die Sperrstunde aufheben: allerdings muss sie das vor der Landesdirektion gut begründen; und zwar, indem ein öffentliches Interesse an der Abschaffung vorliegt.

Verkaufsoffener Sonntag zur Leipziger Buchmesse?

Außerdem wird heute entschieden, ob die Geschäfte im Zentrum am Sonntag zur Leipziger Buchmesse öffnen dürfen. Die Verwaltung hatte sich dafür stark gemacht. Anlass dafür wäre das Lesefest „Leipzig liest", das laut Stadt rund 39.000 Besucher ins Zentrum locken würde.

Nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes im vergangenen Jahr muss der Anlass für einen verkaufsoffenen Sonntag prägend für das Stadtbild sein. Die Sonntagsöffnungen zu den Markttagen und dem Dokfilmfestival waren gestrichen worden. Der Kommune darf an insgesamt vier Sonntagen die Geschäfte zwischen 12 und 18 Uhr öffnen lassen.