++ EIL ++

Leipzig kündigt vorzeitig millionenschwere US-Finanzgeschäfte

Zuletzt aktualisiert:

Leipzig kann wieder allein über sein Schie­nen­netz verfügen. Die riskanten Leasing-Verträge mit ameri­ka­ni­schen Inves­toren über ein Gesamt­vo­lumen von 722 Millionen Dollar konnten vorzeitig aufge­löst werden, teilte die Stadt­ver­wal­tung heute mit. Vor knapp zehn Jahren hatte Leipzig sein Schie­nen­netz in die USA verkauft, um es dann wieder zurück zu mieten. Der Gewinn aus Steuer­vor­teilen: 25 Millionen Euro. Laut Oberbür­ger­meister Burkhard Jung ist das finan­zi­elle Risiko nach der weltweiten Banken­krise viel zu groß geworden. Außerdem seien solche Geschäfte gegen­über dem ameri­ka­ni­schen Steuer­zahler unmora­lisch. Auch bei der Messe, dem St. Georg und der KWL bestehen noch so genannte Cross-Border-Leasing-Verträge. Diese will die Stadt ebenfalls auflösen.

Audio:

Oberbür­ger­meister Burkhard Jung freut sich über die vorzei­tige Auflö­sung der Cross­boarder-Leasing-Geschäfte bei den LVB