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Leipzig steigt aus der kohlebasierten Fernwärmeversorgung aus

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Leipzig verabschiedet sich von der Fernwärmeversorgung mit Braunkohle. Das teilten die Leipziger Stadtwerke, die Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft sowie Oberbürgermeister Burkhard Jung in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der LVV mit.

Im dritten Quartal 2022 soll in der Bornaischen Straße ein Gasturbinen-Heizkraftwerk ans Netz gehen. Geplant sind u.a. auch Solarthermie- und Photovoltaikanlagen sowie ein Biomassekraftwerk an einem anderen Standort. Der bestehende Vertrag mit dem Kraftwerk Lippendorf soll zum September 2023 gekündigt werden. Allerdings werde für Notfallsituationen eine Übergangslösung mit dem Braunkohlekraftwerk vereinbart, so Jung – damit niemand frieren muss und Versorgungssicherheit gewährleistet ist.

Der Bau des neuen Kraftwerks im Süden Leipzigs soll nach den Plänen des kommunalen Energiekonzerns im August kommenden Jahres beginnen. Der Abschied von der Braunkohle werde nach Schätzungen von LVV mehr als 300 Millionen Euro kosten. Dabei sei die Stadt auch auf Fördermittel angewiesen.