Leipzig wehrt sich erfolgreich gegen Stadtautobahn
Der Stadtrat hat sich mit Erfolg gegen den Ausbau der B2 als Autobahn ausgesprochen. Hintergrund: der Freistaat wollte die A72 aus Richtung Chemnitz bis ins Stadtgebiet verlängern. Nach der Absage aus der Ratsversammlung am Mittwochabend sind nun aber auch die Ausbaupläne vom Tisch. Laut Verkehrsministerium wird das Bauvorhaben nicht weiter verfolgt. Andernfalls hatte der Leipziger Umweltverband Ökolöwe bereits rechtliche Schritte gegen den umstrittenen Umbau der B2 in Betracht gezogen.Weitere Entscheidungen aus dem Stadtrat:Kostenloses Internet Die Leipziger sollen im Stadtgebiet bald kostenlos im Internet surfen können. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Machbarkeit zu prüfen. Allerdings soll das WLAN nicht flächendeckend, sondern nur an bestimmten Hotspots, wie zum Beispiel dem Völkerschlachtdenkmal oder der Nikolaikirche, verfügbar sein. Außerdem scheidet die Stadt selbst als Anbieter aus - das sei zu teuer und rechtlich bedenklich, da der Bereitsteller eines solchen Netzwerkes für Verstöße, wie illegale Downloads, haftbar gemacht werden könne. Deshalb sollen nun private Unternehmen gefragt werden. Der Haken: Die Stadt will kein Geld ausgeben.Zwei neue Mittelschulen in LeipzigDie stillgelegten Mittelschulen am Weißeplatz und in der Georg-Schwarz-Straße werden wieder flott gemacht. Das hat der Stadtrat beschlossen. Schon im kommenden Schuljahr soll in den Gebäuden in Stötteritz und Leutzsch neues Leben einziehen. Allerdings stehen vor allem in der Schule am Weißeplatz noch etliche Sanierungsarbeiten an. Einige Stadträte zweifeln, ob die dafür vorgesehenen drei Millionen Euro ausreichen.Unkontrollierte Umgestaltung von Stadtteilen soll gestoppt werdenDer Stadtrat will die zunehmende Gentrifizierung einiger Stadtteile eindämmen. Investoren sollen bei Neubauten und Sanierungen in Zukunft soziale und kulturelle Faktoren berücksichtigen. Dadurch könnte zum Beispiel verhindert werden, dass sich bisher günstige Mietwohnungen in großer Zahl in teure Luxusapartments verwandeln. Auch Künstlerateliers und Werkstätten sollen dadurch erhalten werden. Die Verwaltung muss nun bis Herbst einen entsprechenden Prüfkatalog für Investoren erstellen.