Leipziger Politiker wollten statt Stadtratssitzung lieber Fußball gucken
Am Mittwoch tagte der Leipziger Stadtrat zum letzten Mal vor der Sommerpause. Beraten wurde dort aber nicht nur über Politik, sondern ob man die Sitzung auch fürs Deutschlandspiel unterbrechen könnte. Viele Räte wollten nämlich lieber Fußball gucken.
CDU-Fraktionschef Michael Weickert etwa plädierte dafür, die Sitzung fürs komplette Spiel zu unterbrechen. „Die Fußball-EM hat wie kaum ein anderes Ereignis der letzten Jahre viele Gräben in der Gesellschaft zugeschüttet“, so Weickert. „Es wäre ein starkes Zeichen, wenn wir die Ratsversammlung für 90 Minuten unterbrechen und Hand in Hand Fußball schauen.“
Dies hätte mehr gebracht als „Hand in Hand zu demonstrieren“. Weickert bezog sich damit auf die kurz vor den Wahlen von Leipzigs OB mitinitiierte Großdemo für Demokratie in Leipzig - und kritisiert diese damit erneut.
Letztlich zogen die Räte ihre Sitzung aber trotz Deutschland-Spiel durch.
