- Repräsentatives Fluoreszenzbild eines Gewebsschnitts aus dem Gehirn eines an der Alzheimer-Krankheit erkrankten Körperspenders. Die verschiedenen Zellpopulationen des menschlichen Gehirns sind in unterschiedlichen Farben dargestellt, wobei Mikrogliazellen (rot) in unmittelbarer Nähe zu den für die Alzheimer-Krankheit typischen Proteinablagerungen (weiß) zu finden sind.
- Dr. med. Dennis-Dominik Rosmus, einer der Studienleiter.
Leipziger Forscher mit Durchbruch bei Heilung von Alzheimer?
Forscher vom Anatomie-Institut der Leipziger Uni haben im Kampf gegen Alzheimer eine spannende Entdeckung gemacht: Sie fanden neue Abwehrzellen, die offenbar entscheidend für die Entstehung und das Voranschreiten der Krankheit sind. Möglich geworden sei dies durch eine neu entwickelte Mikroskopie-Techonlogie.
„Vielleicht können wir Alzheimer sogar heilen.“
„Bei der Hirngewebe-Analyse von Körperspendern indentifizierten wir eine bislang unbekannte Zellpopulation, die eng mit bestimmten Eiweißablagerungen im Gewebe verknüpft ist und im Alzheimergehirn deutlich häufiger vorkommt“, erklärt Dr. Dennis-Dominik Rosmus, einer der Leipziger Studienleiter.
Diese Zellen sollen nun genauer untersucht werden. Ziel sei die Entwicklung neuer Medikamente. „Damit man Alzheimer, so zumindest unsere Hoffnung, in Zukunft besser behandeln beziehungsweise therapieren und vielleicht sogar heilen kann“, so Rosmus weiter.
An der Forschung hätten 20 Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern mitgewirkt, unter anderem aus Deutschland, den USA und der Schweiz. Die Ergebnisse sind im Fachjournal „Nature Neuroscience“ veröffntlicht worden. Hier geht´s zu den Ergebnissen der Studie.

