Leipziger Linke kritisiert neuen Unterhaltsvorschuss
Das neue Unterhaltsvorschussgesetzt der Bundesregierung soll helfen, die Kinderarmut zu bekämpfen. In Leipzig funktioniert das aber nicht wirklich, kritisiert die Linke. Wie aus einer Anfrage im Stadtrat hervorgeht, könnten 10.000 Kinder und Jugendliche in Leipzig von dem Gesetz profitieren, doch nur etwa zehn Prozent haben wirklich was davon, weil die meisten Elternteile in Bedarfsgemeinschaften leben und damit nicht mehr als Alleinerziehend gelten. Außerdem entstehen für die Stadt erhebliche Kosten, schätzungsweise zehn Millionen Euro im Jahr. Allein die Stadt muss zur Bearbeitung 25 neue Stellen einrichten. Den Unterhaltsvorschuss bekommen Kinder alleinerziehender Eltern, wenn der familienferne Elternteil den Unterhalt nicht oder nur teilweise zahlen kann oder nicht mehr lebt.