Leipziger Stadtrat segnet „qualifizierten Mietspiegel“ ab
Die Leipziger können ab sofort schauen, ob sie für ihre Wohnung eine faire oder überzogene Miete zahlen. Der Stadtrat hat am Mittwoch den qualifizierten Mietspiegel abgesegnet. Für jede Wohnung kann dann eine klare Vergleichsmiete errechnet werden. Im Unterschied zu dem bisherigen „normalen“ Mietspiegel, wird der qualifizierte Mietspiegel auch vor Gericht anerkannt. Lange Rechtstreitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter können damit verhindert werden. Die Stadt geht davon aus, dass mit diesem wichtigen Instrument Mietsteigerungen gedämpft werden. Der Mietspiegel ist in allen Bürgerämtern und unter http://www.leipzig.de/wohnen erhältlich.Knapp 40 Millionen für neue und sanierte GrundschulenFür drei Grundschulen im Stadtgebiet rollen demnächst die Bagger an. Der Stadtrat hat gestern sein Ok dafür gegeben. Im Zentrum in der Jablonowski-Straße entsteht bis Mitte 2020 eine 4-zügige Grundschule. Auch in Lindenau in der Gießerstraße wird neu gebaut. Rund 32 Millionen kosten die Bauvorhaben, die Stadt trägt etwa die Hälfte. Außerdem wird die Grundschule in der Komarowstraße in Eutritzsch komplett saniert. Ende 2019 sollen hier die Arbeiten abgeschlossen sein, rund 7 Millionen Euro kostet das, die Stadt übernimmt etwa 2 Millionen Euro. Kleine Schritte für eine Eishalle im KohlrabizirkusBis Ende Januar haben die Leipziger Klarheit, ob die Icefighters künftig im Kohlrabizirkus spielen werden. Der Oberbürgermeister soll prüfen, ob Geld für den Umzug vorhanden ist bzw. auch gezahlt werden darf.Die Sache ist ja zumindest rein rechtlich nicht ganz einfach - die Icefighters wären im Kohlrabizirkus lediglich Mieter, nicht Betreiber. Deswegen muss geschaut werden, wer überhaupt das Geld bekommt und ob so eine Förderung zulässig sein kann; außerdem wie viel gezahlt werden darf und natürlich, ob das Geld denn da ist. Die Vereins- bzw. Gesellschaftsvertreter hatten der Stadt bereits konkrete Zahlen genannt. 500.000 Euro bräuchten sie laut Sportbürgermeister Heiko Rosenthal für den Umzug; um die laufenden Betriebskosten zu decken jährlich 200.000 Euro. Tariferhöhungen bei der Johann Sebastian Bach MusikschuleWer sein Kind zur Johann Sebastian Bach Musikschule schickt, muss ab Januar mehr für den Musikunterricht bezahlen. Um durchschnittlich 10 Prozent steigen die Tarife – dem hat der Stadtrat nach langer Diskussion zugestimmt. Das letzte Mal wurden die Tarife vor sechs Jahren erhöht.