Leipziger Stadtrat stimmt erneut für Abschaffung der Waffenverbotszone

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Die Waffenverbotszone in der Eisenbahnstraße soll zum Jahreswechsel abgeschafft werden. Darauf hat sich die Mehrheit des Leipziger Stadtrats nun festgelegt. In Form eines Beschlusses wurde Oberbürgermeister Burkhard Jung damit beauftragt, sich beim Freistaat dafür einzusetzen.

Gleichzeitig hat der Rat Maßnahmen beschlossen, um die Kriminalität im Viertel zu senken und das Sicherheitsgefühl der Anwohner zu verbessern. Dazu gehören z. B. sogenannte "Respekts-Lotsen", die als Streitschlichter auftreten sollen. Das Viertel soll auch wieder einen Polizeiposten bekommen. Außerdem ist geplant, verstärkt auf Ordnungskräfte mit Migrationshintergrund zu setzen.

Innenminister Roland Wöller hatte vor einiger Zeit bereits angekündigt, dass die Waffenverbotszone in der Eisenbahnstraße wieder abgeschafft werden soll. Ein Untersuchung hatte zuvor ergeben, dass die Kriminalität seit Einführung der Zone im Viertel nicht wesentlich gesunken war. Auch das Sicherheitsgefühl bei den Anwohnern hatte sich den Ergebnissen zufolge nicht verbessert. Einen Termin für die Aufhebung der Zone wurde bisher nicht genannt.