- Dieses Jahr war das Mamor-Schiller-Denkmal in der Lenné-Anlage (Schillerpark) an der Uni als erstes dran!
- Und es gab ein kleines Special: Neu gestaltete Tafeln zeigen jetzt den Inhalt des Häuschens an.
Leipzigs Naturstein-Denkmäler ziehen in Holzhäuschen
Leipzig ist die Stadt großer Persönlichkeiten – und viele von ihnen sind in Denkmälern verewigt. Damit diese die kalte Jahreszeit unbeschadet überstehen, werden sie jetzt wieder mit hölzernen Schutzverkleidungen versehen.
Rund 40 Denkmäler aus Naturstein, bekommen maßgeschneiderte Holzhäuschen. Sie sollen verhindern, dass Feuchtigkeit in den Stein eindringt und bei Frost Schäden verursacht. Die Einhausungen wurden von Leipziger Tischlern individuell angefertigt (Kostenpunkt: rund 5.000€ pro Häuschen) und sind bereits seit 30 Jahren im Einsatz! Das in dieser Zeit mal die ein oder andere Einhausung kaputt geht ist leider nicht zu vermeiden, sei es durch die Witterung oder Vandalismus. Deswegen müssen immer mal wieder neuere Modelle angefertigt werden. Und die haben inzwischen sogar kleine Sichtfenster auf Gesichtshöhe. So können Interessierte auch im Winter einen Blick auf die dargestellten Persönlichkeiten werfen. Zusätzlich hat das Kulturamt in diesem Jahr elf Denkmäler mit neuen Informationstafeln ausgestattet. Sie zeigen Bilder der Denkmäler und liefern Wissenswertes zu ihrer Geschichte und Entstehung.
Die Einhausungssaison dauert normalerweise von Oktober bis Ostern – abhängig von der Witterung. Bis Anfang November sollen alle vorgesehenen steinernen Denkmäler geschützt sein. Traditionell wird das Alte Bach-Denkmal am Dittrichring frühestens am 21. März, dem Geburtstag Johann Sebastian Bachs, wieder ausgepackt. Und bis dahin gilt: Holz statt Gänsehaut!

