Leipzigs neues Polizeirevier hat eine Stiefelwaschanlage
Der letzte Akt ist vollzogen: Am Mittwoch wurde das neue Polizeirevier Leipzig Nord an der Essener Straße offiziell eingeweiht. Zum feierlichen Festakt waren unter anderem Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann sowie Innenminister Armin Schuster gekommen. Und natürlich Leipzigs Polizeipräsident René Demmler.
Alle lobten den knapp 20 Millionen Euro teuren Neubau. Es sei nun Sachsens modernstes Polizeirevier. Warum der Bau fast fünf Jahre und die Planungen dafür sogar fast doppelt so lange dauerten, hat uns der Finanzminister erklärt (siehe AUDIO unten).
Für 246 Bedienstete seien 119 Arbeitsplätze auf rund 2500 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen worden. Drin gibt's sogar einen Eltern-Kind-Raum und einen exklusiven Trainingsraum. Dort könnten die Beamten vor allem ihre Unterarme trainieren. Das wünscht sich Colin van de Loo, seit zwei Jahren Revierleiter (siehe AUDIO unten).
Er lobte auch die neue Barrierefreiheit. Und die Stiefelwaschanlage für die Beamten am Hintereingang - was es nicht alles gibt. Vieles sei auf seinen Wunsch hin so gebaut worden. Innen wirkt alles allerdings ziemlich grau. Nackter und farbloser Beton sei modern, sagt van de Loo. „Fabrik-Style.“ Er gibt aber zu, dass das nicht alle mögen. „30 Prozent finden das gut, der Rest nicht so.“ Die Gestaltung sei letztendlich aber auch nicht in Stein gemeißelt und wandelbar.
Insgesamt würde das neue Revier die Leistungsfähigkeit der Polizei in Leipzig erheblich verbessern.