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Leipzigs Oberbürgermeister kritisiert sächsische Sparpolitik

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Der Leipziger Oberbür­ger­meister Burkhard Jung macht die Sparpo­litik der Landes­re­gie­rung für das sächsi­sche Ergebnis bei er Bundes­tags­wahl mitver­ant­wort­lich. Man habe in Sachsen das Sparen zum Selbst­zweck erhoben, kriti­sierte Jung in einer Kolumne, die auf der Homepage der Stadt Leipzig veröf­fent­lich wurde. Bei den Lehrern und Polizisten sei dies beson­ders schmerz­haft gewesen. Die Demokra­tie­bil­dung in den Schulen habe gelitten, die innere Sicher­heit sei in eine Misere gerutscht. Sachsen habe sich das Schild­chen "Muster­knabe" ans Revers geheftet. "Nur: das Land, das immer strebsam ist, das in Beton statt in Menschen inves­tiert und ein dickes Sparbuch hat, aber gleich­zeitig keine Wärme und eben keine Sicher­heit ausstrahlt, ist kein Muster­land. Es ist ein Land, dass die Seinen alleine lässt", schrieb Jung. Rassis­ti­sche Parteien und ihre Wähler dürfe man nicht gleich­setzen. Da sei viel Protest dabei. Jeder sei jetzt gefragt, Haltung zu zeigen. Ein rassis­ti­scher Witz sei eben kein Witz, sondern Rassismus. Pöbeleien seien eine Unver­schämt­heit, dafür dürfe es kein Verständnis geben. Demokratie sei eine Errun­gen­schaft "und wir sollten sie schützen".